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Motorisierter Individualverkehr

Spezifische Schadstoffemissionen des Straßenverkehrs

Motorisierter Individualverkehr

Durch technische Verbesserung als Folge der stufenweisen Verschärfung der Abgasvorschriften für neu zugelassene Pkw, durch Nachrüstung von Alt-Pkw mit Katalysatoren und verbesserter Kraftstoffqualität konnten die spezifischen Emissionen pro Verkehrsaufwand (Personenkilometer) gegenüber 1991 in allen Bereichen gesenkt werden. Erheblichen Senkungen von SO2 auf 2 % oder VOC auf 5 % steht eine wesentlich geringer ausfallende Senkung bei CO2 auf 78 % gegenüber (siehe Abb. Spezifische Emissionen Pkw“).

In Bezug auf die Gesamtemissionen des motorisierten Pkw-Verkehrs zeigt sich jedoch, dass die technisch bedingten Senkungen je Personenkilometer bei CO2 fast vollständig und bei anderen Schadstoffen zum Teil wieder durch einen insgesamt höheren Verkehrsaufwand kompensiert werden. Beispielsweise konnten die gesamten Feinstaubemissionen aus Pkw seit 1991 lediglich um 34 % gesenkt werden. Ursache hierfür ist, dass der von Pkw mit Dieselmotor erbrachte Verkehrsaufwand seit 1991 um 160 % zugenommen hat.

Das bedeutet, dass die Probleme des Verkehrs nicht allein durch technische Verbesserungen (der Anteil der schadstoffarmen Pkw an der Fahrzeugflotte beträgt mittlerweile nahezu 100 %), sondern nur in Kombination mit weiteren Maßnahmen (Erhöhung der Verkehrseffizienz, Verbesserung des Modal Split) gelöst werden können.

CO2-Emissionen bei Pkw-Neuzulassungen

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neuzugelassenen Pkw mit Dieselmotor lag 2008 bei 166 g/km. Das sind rund 4 % weniger als 2006 (173 g/km). Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen mit Ottomotor sank zwischen 2006 und 2008 von 172 g/km auf 164 g/km – also um etwa 4,7 % (siehe Abb. „CO2-Emissionen der neuzugelassenen Pkw“). Bis 2015 wird von der EU der Grenzwert für den CO2-Ausstoß neuzugelassener Pkw von durchschnittlich 120 g/km angestrebt.

Straßengüterverkehr

Durch motortechnische Verbesserung und bessere Kraftstoffqualität konnten auch im Lkw-Verkehr die spezifischen Emissionen pro Verkehrsaufwand (Tonnenkilometer) gegenüber 1991 in allen Bereichen gesenkt werden. Erheblichen Senkungen von SO2 auf unter 1 % steht eine wesentlich geringer ausfallende Senkung bei CO2 auf 61 % gegenüber (siehe Abb. Spezifische Emissionen Lkw“).

In Bezug auf die Gesamtemissionen des Straßengüterverkehrs zeigt sich auch hier mit Ausnahme der SO2-Emissionen, dass die technisch bedingten Senkungen je Tonnenkilometer aufgrund des erheblich gestiegenen Verkehrsaufwands (auf 198 % gegenüber 1991) teilweise (Partikel und VOC) oder fast vollständig (Stickstoffoxide, NOx) kompensiert und bei CO2 sogar überkompensiert wurden. Die CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs liegen 2006 trotz technischer Verbesserungen bei 109 % gegenüber 1991.

 

Letzte Aktualisierung

April 2009