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Motorisierter Individualverkehr

Spezifische Emissionen des Straßenverkehrs

Sowohl bei Personenkraftwagen (Pkw) als auch bei Lastkraftwagen (Lkw) wurden die spezifischen Emissionen, insbesondere von Schwefeldioxid (SO2) und flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC), erheblich gemindert. Dies gilt in ähnlicher Weise auch für Stickoxide (NOx) und Partikel. Die spezifischen Kohlendioxid (CO2)-Emissionen sanken hingegen nur um 9 % (Pkw) beziehungsweise um 28 % (Lkw).

Motorisierter Individualverkehr

Durch technische Verbesserung als Folge der stufenweisen Verschärfung der Abgasvorschriften für neu zugelassene Pkw, durch Nachrüstung von Alt-Pkw mit Katalysatoren oder Filtern und verbesserter Kraftstoffqualität konnten die spezifischen Emissionen pro Verkehrsaufwand (Personenkilometer) gegenüber 1995 in allen Bereichen gesenkt werden. Erheblichen Abnahmen von SO2 um rund 98 % und NMVOC um etwa 80 % gegenüber dem Ausgangsniveau steht eine wesentlich geringer ausfallende Minderung bei CO2 um 9 % gegenüber (siehe Abb. Spezifische Emissionen Pkw“).

In Bezug auf die Gesamtemissionen des motorisierten Pkw-Verkehrs zeigt sich jedoch, dass die technisch bedingten Senkungen je Personenkilometer bei CO2 fast vollständig und bei anderen Schadstoffen zum Teil wieder durch einen insgesamt höheren Verkehrsaufwand kompensiert werden. Beispielsweise konnten die gesamten Stickstoffoxid-Emissionen aus Pkw seit 1995 um 56 % gesenkt werden – während die spezifischen NOx-Emissionen um 60 % gesunken sind. Bei den Partikel-Emissionen aus Pkw steht eine Minderung um 52 % bei den Gesamtemissionen einer Minderung von 56 % bei den spezifischen Emissionen gegenüber. Ursache hierfür ist, dass der von Pkw mit Dieselmotor erbrachte Verkehrsaufwand seit 1995 um rund 140 % zugenommen hat. Trotz dieser Entwicklung sind in den nächsten Jahren jedoch weitere deutliche Emissionsminderungen – sowohl bei Partikeln als auch bei Stickoxiden – zu erwarten.

Die Probleme des Verkehrs können aber letztlich nicht allein durch technische Verbesserungen am Fahrzeug (der Anteil der schadstoffarmen Pkw an der Fahrzeugflotte beträgt mittlerweile nahezu 100 %), sondern nur in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie einer Erhöhung der Verkehrseffizienz oder der Verbesserung des Modal Split gelöst werden.

Straßengüterverkehr

Durch motortechnische Verbesserung und bessere Kraftstoffqualität konnten auch im Lkw-Verkehr die spezifischen Emissionen pro Verkehrsaufwand (Tonnenkilometer) gegenüber 1995 in allen Bereichen gesenkt werden. Erheblichen Senkungen von SO2 um über 99 % im Vergleich zum Ausgangsniveau steht eine wesentlich geringer ausfallende Senkung bei CO2 um 28 % gegenüber (siehe Abb. Spezifische Emissionen Lkw“).

In Bezug auf die Gesamtemissionen des Straßengüterverkehrs zeigt sich auch hier, dass die technisch bedingten Senkungen je Tonnenkilometer aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufwands (um 55 % gegenüber 1995) bei CO2 überkompensiert werden. Die absoluten CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs erhöhten sich zwischen 1995 und 2010 trotz technischer Verbesserungen um 11 %.

 

Letzte Aktualisierung

November 2012