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III

Lärmbelästigung der Bevölkerung durch verschiedene Geräuschquellen

Für die Menschen in Deutschland ist Lärm eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen.

Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage an etwa 2 000 Erwachsenen zum „Umweltbewusstsein in Deutschland 2010“ hervor (siehe Tab. „Lärmbelästigung der Bevölkerung nach Geräuschquellen).

Die Abb. „Anteil der Bevölkerung, der angibt, von Lärm belästigt zu werden“ und Abb. „Anteil der Bevölkerung, der angibt, von Lärm stark belästigt zu werden“ geben die Entwicklung der Lärmbelästigung der Bevölkerung zwischen 2000 und 2010 wieder.

Verkehrslärm

55 % der Befragten gaben an, sich in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehr gestört oder belästigt zu fühlen, 11 % fühlten sich sogar „äußerst“ oder„stark belästigt“.

Nach dem Straßenverkehr ist der Luftverkehr die bedeutendste verkehrsbedingte Ursache für Lärmbelästigungen in Deutschland: Bundesweit fühlt sich fast jeder Dritte durch Fluglärm belästigt.

Durch Schienenverkehr fühlt sich etwas mehr als ein Fünftel der Bevölkerung belästigt.

Industrie- und Gewerbelärm

Industrie und Gewerbe belästigen fast ein Drittel der Bevölkerung.

Nachbarschaftslärm

Der Umfrage zufolge zählen auch Geräusche der Nachbarn zu den bedeutenden Lärmbelästigungsursachen. So fühlten sich dadurch knapp 40 % der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt

Beeinträchtigung durch Fluglärm

Lärm wirkt nicht allein auf das Gehör, sondern kann auch das Herz-Kreislaufsystem belasten und die Betroffenen einem erhöhten Erkrankungsrisiko aussetzen (siehe „Lärmwirkungen“). Studien zeigen, dass Betroffene von nächtlichem Fluglärm besonders häufig ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen und in erhöhtem Maße Arzneimittel zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen und Depressionen verschrieben bekamen [1].

Mehr Informationen über Lärm und seine Wirkungen auf Mensch und Umwelt sowie Hinweise zu Lärmminderungsmaßnahmen finden Sie auf einer speziellen Themenseite im Internetauftritt des Umweltbundesamtes. Im Servicebereich „Hilfe bei Lärmproblemen“ erhalten sie weiterführende Tipps und Links.

[1] Umweltbundesamt (Hrsg.): Risikofaktor nächtlicher Fluglärm - Abschlussbericht über eine Fall-Kontroll-Studie zu kardiovaskulären und psychischen Erkrankungen im Umfeld des Flughafens Köln-Bonn, Umwelt & Gesundheit Nr. 01/2010 UBA-FBNr: 001339 Förderkennzeichen: 3708 51 101, 2010

 

Letzte Aktualisierung

Mai 2011