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Emissionen von Luftschadstoffen
Emissionen von Luftschadstoffen
Emissionen werden durch den Verkehr, die Energieerzeugung, Industrieprozesse, die Landwirtschaft, und viele andere Aktivitäten verursacht. Sie belasten die Luft mit Schadstoffen und beeinträchtigen somit die Luftqualität. Die seit 1990 erzielten deutlichen Erfolge bei der Emissionsminderung einzelner Luftschadstoffe zeigt die Abb. „Entwicklung der Emissionen ausgewählter „klassischer“ Luftschadstoffe seit 1990“. Daraus geht hervor, dass bei vielen Luftschadstoffen die stärksten Minderungen in der ersten Hälfte der 90er Jahre erzielt werden konnten.
Schadstoffemissionen lassen sich Verursachergruppen, so genannten Quellkategorien, zuordnen. Bestimmend für die Emissionsmenge ist für Schwefel- und Stickstoffoxide vornehmlich der Energieeinsatz, überwiegend in Verbrennungsprozessen. Grundlage für diese Datenerhebung ist die jährlich veröffentlichte Energiebilanz für die Bundesrepublik Deutschland, die durch statistische Zahlen und Verbandsangaben ergänzt wird. Sie ermöglichen es, die Energieeinsätze für die einzelnen Quellkategorien nach Brennstoffen zu ermitteln. Durch Verknüpfung mit repräsentativen Emissionsfaktoren für die Energieeinsätze und weiteren emissionsverursachenden Vorgängen - insbesondere in den Quellkategorien Industrieprozesse, Lösemittel und Landwirtschaft sowie bei den Staubemissionen - sind Aussagen über die Emissionen nach verursachenden Bereichen möglich.
In der Tab. „Emissionen ausgewählter „klassischer“ Luftschadstoffe nach Quellkategorien“ erfolgt die Zuordnung nach der verursachenden Quelle, unerheblich ist der Ort der Nutzung. Beispielsweise werden die Emissionen aus der Stromproduktion nicht den Verbrauchern, sondern den Produzenten (hier: Kraftwerke) zugerechnet. Es sind Angaben zu Stickstoffoxiden (NOx), Ammoniak (NH3), leichtflüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC), Schwefeldioxid (SO2) und Staub – einschließlich der Feinstaubanteile PM10 und PM2,5 – sowie Kohlenmonoxid (CO) zusammengestellt. Außerdem werden die Säurebildner SO2, NH3 und NOx unter Berücksichtigung ihres Säureäquivalentes erfasst. Informationen zu den Quellkategorien der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) siehe Kap. „Treibhausgase und globale Auswirkungen“.
Die Berechnungen erfolgen in ihrer Struktur nach den internationalen Berichtsvorschriften unter der UNECE Luftreinhaltekonvention sowie der Coordination of Information on Air der Europäischen Umweltagentur (CORINAIR). Zum Zweck der Harmonisierung der Berichterstattung haben sich diese an den Vorgaben des Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen (IPCC) für die Treibhausgase orientiert. Hierzu und zu den Berichtspflichten: Reporting Instructions, IPCC-Guidelines www.ipcc-nggip.iges.or.jp/public/gl/invs1.htm (mit Link zu den aktuellen Guidelines 2006) und CORINAIR Atmospheric Inventory Guidebook reports.eea.eu.int/EMEPCORINAIR4/en, aktualisiert reports.eea.europa.eu/EMEPCORINAIR5/en/page002.html.

