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Abbildungen
Abb. Beginn der Schneeglöckchenblüte (Gebietsmittel von Deutschland)
Abb. Beginn der Apfelblüte (Gebietsmittel von Deutschland)
Abb. Beginn des Winterroggenährenschiebens (Gebietsmittel von Deutschland)
Abb. Fruchtreife der Rosskastanie (Gebietsmittel von Deutschland)
Abb. Abweichung der Schneeglöckchenblüte vom vieljährigen Mittel
Abb. Abweichung der Apfelblüte vom vieljährigen Mittel
Abb. Abweichung der Eintrittsdaten für das Ährenschieben vom Winterroggen vom vieljährigen Mittel
Abb. Abweichung der Eintrittsdaten für die Fruchtreife der Rosskastanie vom vieljährigen Mittel
Hintergrundinformationen
DPSIR-System
Zuordnung des Themas
Impact (Wirkung)Verwandte Themen |
|
|---|---|
| P | Klimaschutz in Deutschland |
| P | Emissionen von Luftschadstoffen |
| I | Klimaänderungen |
| R | Klimaschutz in Deutschland |
| R | Maßnahmen zur Emissionsminderung von Schadstoffen |
Eintritt phänologischer Phasen in Deutschland
Die Klimaänderung in Deutschland und Europa ist inzwischen so signifikant, dass erste Wirkungen auf die Flora zu erkennen sind. Beispielsweise blühen die den Eintritt des Vorfrühlings anzeigenden Schneeglöckchen und die Apfelbäume, die den Vollfrühling anzeigen, früher (fast 5 Tage/Jahrzehnt) und Waldbäume treiben in vielen Ländern Europas eher aus (ca. 5 Tage/Jahrzehnt). Dies sind Belege dafür, dass aus einem veränderten Temperaturniveau eine Änderung der Eintrittszeit und Dauer der einzelnen Jahreszeiten resultiert.
Die phänologische Frühlingsphase verschiebt sich nach vorn. Diese Erkenntnis steht im Einklang mit neuen Studien für Gesamteuropa, die von einer Vorverlagerung des Beginns von Frühling und Sommer von mindestens 2,5 Tagen je Jahrzehnt ausgehen [1].
Im Herbst zeigt sich kein deutlicher Trend zu einer Verspätung der phänologischen Phasen. Im Gegensatz zu den Frühjahrsphasen, deren Eintritt weitgehend von der Temperatur bestimmt wird, sind die Zusammenhänge mit klimatologischen Parametern im Herbst schwächer und komplexer. Neben der Temperatur gewinnt hier auch der Niederschlag der Sommermonate an Bedeutung, und nichtklimatologische Einflüsse wie das Auftreten von Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Die Auswirkungen der Verschiebungen phänologischer Phasen auf die Bestände von Tieren und Pflanzen sind komplex und bisher erst in Ansätzen geklärt. Während z.B. bestimmte Vogelarten mit erhöhtem Bruterfolg infolge kürzerer Winter reagieren [2], kann sich die Veränderung in der zeitlichen Abstimmung bei Pflanzenarten und ihren Bestäubern [3] bzw. Fraßfeinden und in Räuber-Beute-Systemen [4]negativ auf die Bestandsentwicklung von Arten auswirken.
Siehe Abbildungen „Eintritt phänologischer Phasen in Deutschland“:
„Beginn der Schneeglöckchenblüte“
„Beginn des Winterroggenährenschiebens“
„Fruchtreife der Rosskastanie“
Die räumliche Verteilung der Abweichungen vom vieljährigen Mittel zeigen die Abbildungen:
„Abweichung der Schneeglöckchenblüte vom vieljährigen Mittel“
„Abweichung der Apfelblüte vom vieljährigen Mittel“
„Abweichung der Eintrittsdaten für das Ährenschieben vom Winterroggen vom vieljährigen Mittel“
„Abweichung der Eintrittsdaten für die Fruchtreife der Rosskastanie vom vieljährigen Mittel“
[1] Menzel et al. 2006: European phenological response to climate change matches the warming pattern. – Global Change Biology 12(10): 1969-1976.
[2] z.B. Lehikoinen et al. 2006: Winter climate affects subsequent breeding success of common eiders. – Global Change Biology 12(7): 1355-1365.
[3] Kudo et al. 2004: Does seed production of spring ephemerals decrease when spring comes early?. – Ecological research 19(2): 255-259.
[4] Parmesan, C. (2006): Ecological and Evolutionary Responses to Recent Climate Change. - Annual Review of Ecology, Evolution, and Systematics 37: 637-669.

