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Daten zur Umwelt - Umweltzustand in Deutschland -
Abfall- und Kreislaufwirtschaft -
Anlagen zur mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung (MBA)
Anlagen zur mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung (MBA)
Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen sind in Deutschland ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und umweltverträgliche Abfallwirtschaft.
Durch die Ablagerungsverordnung (Inkrafttreten 1. März 2001) wurden wesentliche Anforderungen der Technischen Anleitung zur Verwertung, Behandlung und sonstigen Entsorgung von Siedlungsabfällen (TA Siedlungsabfall – TA Si) für Deponien, besonders an deren technische Ausstattung, an die Qualität abzulagernder Abfälle sowie die hierfür maximal zulässigen Übergangsfristen in die rechtsverbindlichere Form einer Verordnung übernommen und zusätzliche Anforderungen an Qualität und Einbau von mechanisch-biologisch behandelten Abfällen festgelegt. Die Anforderungen an die Abfallqualität für die Ablagerung auf Deponien können nach dem aktuellen Stand der Technik bei Restsiedlungsabfällen nur durch eine thermische oder mechanisch-biologische Vorbehandlung eingehalten werden. Diese Anforderungen wurden 2009 in eine „integrierte“ Deponieverordnung überführt, die seither mehrere deponierelevante Rechtsvorschriften zusammenfasst.
Eine mechanisch-biologische Abfallbehandlung ist – nach den Anforderungen der Verordnung über Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen (30. BImSchV), der Deponieverordnung und dem Anhang 23 zur Abwasserverordnung – nur in MBAn
mit hohem technischen Standard zulässig, die insbesondere sehr strenge Anforderungen hinsichtlich Abluftfassung
und -behandlung erfüllen. Bis zum Jahr 2005 mussten daher 45 mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen erheblich umgebaut oder neu errichtet werden.
Nach einer Datenerhebung im Rahmen des Umweltforschungsplanprojektes (UFOPLAN) „Anlagen zur mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung“ durchliefen in Deutschland (Stand April 2007) etwa 4,4 Millionen Tonnen (Mio. t) Restabfälle eine Behandlung in mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen (MBA), biologischen Restabfallbehandlungsanlagen (BA) oder Anlagen zur mechanisch-biologischen Stabilisierung (MBS). Darüber hinaus wurden 2,3 Mio. t Restabfälle in rein mechanischen Anlagen (MA) und 0,5 Mio. t Restabfälle in mechanisch-physikalisch betriebenen Anlagen mit thermischer Trocknung/Stabilisierung (MPS) behandelt, so dass die „kalten Verfahren“ zusammen in 78 Anlagen über eine Kapazität von mehr als 7,2 Mio. t verfügten (siehe Abb. „Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen“
und Tab. „Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen“.
Nach Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft stoffstromspezifische Abfallbehandlung (ASA) stand im Jahre 2010 eine theoretische Behandlungskapazität von rund 6 Mio. t in 48 Anlagen mit MBA-Technologie (MBA, BA, MBS, MPS sowie MA mit direkter logistischer Anbindung eine dieser Anlagen) zur Verfügung. Nach Schätzungen der ASA wurden 2010 in diesen Anlagen etwa 5,2 Mio. t Abfälle behandelt. Die Angaben der ASA sind jedoch nicht mit den Ergebnissen des UFOPLAN-Projektes vergleichbar, da hier eine deutlich höhere Anzahl an rein mechanischen Abfallbehandlungsanlagen (auch MA ohne direkte Anbindung an ein MBA-Konzept) erfasst wurde.

