Abbildungen
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Abb. Wasserdargebot und Wassernutzung 2007 -
Abb. Wassergewinnung der öffentlichen Wasserversorgung, der Industrie und der Wärmekraftwerke
Tabellen
Hintergrundinformationen
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Zuordnung des Themas
Pressure (Belastung)Verwandte Themen |
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| I | Gefährdung von Biotoptypen |
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Daten zur Umwelt - Umweltzustand in Deutschland -
Wasserwirtschaft -
Wasserressourcen und ihre Nutzung
Wasserressourcen und ihre Nutzung
Wasserbilanz für Deutschland
Für die Wasserbilanz eines Gebietes muss der gesamte Wasserhaushalt betrachtet werden, der im Wesentlichen durch die Größen Niederschlagshöhe, gebietsbezogene Zu- und Abflussmenge und Verdunstung repräsentiert wird. Aus diesen Daten lassen sich nach unterschiedlichen Berechnungsmodi, die erneuerbare oder interne Wasserressource und das potentielle Wasserdargebot ermitteln. So gibt z.B. das potentielle Wasserdargebot an, welche Mengen an Grund- und Oberflächenwasser genutzt werden können. Mit einem verfügbaren Wasserdargebot von 188 Mrd. m³ ist Deutschland ein wasserreiches Land. Dabei wird das Wasserdargebot als langjähriges Mittel über ca. 30 Jahre erhoben (siehe Tab. „Wasserbilanz für Deutschland“).
Trotz eines insgesamt ausreichenden Wasserdargebots gibt es auch in Deutschland regional begrenzte Wassermangelgebiete mit nur geringen nutzbaren Grundwasservorkommen bzw. jahreszeitliche Schwankungen der Niederschlagsmengen und der Wassernachfrage. Vor allem in Ballungsgebieten übersteigt der Wasserbedarf das Dargebot. Bei der Bewirtschaftung der Wasserressourcen schaffen Fernleitungssysteme - hauptsächlich in der Trinkwasserversorgung - den Ausgleich zwischen Wassermangelgebieten und Wasserüberschussgebieten, beispielsweise in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Ruhrgebiet und im Raum Frankfurt/Main.
Den Ausgleich in der Wasserversorgung sichern außerdem über 300 Talsperren, deren Wasserressourcen für die Trinkwassernutzung, aber auch für den Hochwasserschutz bzw. die Niedrigwassererhöhung sowie die Energieerzeugung zur Verfügung stehen.
Nutzung der Wasserressourcen
Die Wasserentnahmen – also die Wassermengen, die für die Hauptnutzergruppen Industrie (einschließlich Wärmekraftwerke) und private Haushalte für verschiedene Verwendungszwecke aus Grund- und Oberflächengewässern gewonnen werden – betrugen nach vorläufigen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2007 etwa 32,0 Mrd. m³ (siehe Abb. „Wassergewinnung der öffentlichen Wasserversorgung, der Industrie und der Wärmekraftwerke“). Die Wasserentnahme ist in allen Sektoren seit Jahren rückläufig, am stärksten wirkt sich jedoch der sinkende Wasserbedarf der Wärmekraftwerke aus.
Der Wasserbedarf der privaten Haushalte macht ca. 16 % an der Gesamtentnahme aus. Der wesentliche Anteil der Wassergewinnung entfällt mit 84 % auf den industriellen Bereich. Davon werden gut 73 % von Wärmekraftwerken vor allem für Kühlzwecke entnommen, knapp 27 % benötigt der Bereich Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe für Produktionsprozesse.
Übertragen auf die entnommen Wassermengen bedeutet das:
· Wärmekraftwerke nutzten 2007 ca. 19,7 Mrd. m³ Wasser aus der Eigenversorgung als Kühlwasser für die öffentliche Energieversorgung
· Als zweitgrößter Wassernutzer entnahmen Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe ca. 7,2 Mrd. m³ für industrielle Zwecke
· Auf die öffentliche Wasserversorgung entfielen 2007 ca. 5,1 Mrd. m³.
· Bei der Betrachtung der Wasserentnahmen ist die landwirtschaftliche Wassernutzung in Deutschland von untergeordneter Bedeutung.
Das Gesamtvolumen von 32,1 Mrd. m³ entspricht damit weniger als 20 % des potentiellen Wasserdargebots, d.h. über 80 % des Wasserdargebots verbleiben gegenwärtig ungenutzt. Wie sich die Anteile der Hauptwassernutzer bezogen auf das potenzielle Dargebot verteilen, kann der Abbildung „Wasserdargebot und Wassernutzung“ entnommen werden.


